Beratung zur Haltung von Papageien und Sittichen

Papageien sind Individualisten und deshalb besonders beliebt bei ihren Haltern. Ihr hohes Lebensalter, die unterschiedlichen Arten, die gehalten werden, und ihr teilweise sehr abenteuerlicher Lebenslauf bedingen, dass man keinen Papagei wie den anderen halten kann. Sicher kann man sagen, dass es in der Papageienhaltung nur eine Regel gibt: Es gibt keine Regel! Jede Haltung sollte eine Symbiose aus den individuellen Bedürfnissen des Papageis und den Möglichkeiten des Halters sein.

 

Viele Verhaltensauffälligkeiten bei Papageien, wie zum Beispiel phobische Reaktionen, Beißen oder Rupfen, entstehen in nicht unerheblichem Maß durch nicht an die speziellen Bedürfnisse des Papageis angepasste Haltungsbedingungen. Eine erfolgreiche Therapie und ein individuelles Training sind daher erst dann möglich, wenn die Haltungsbedingungen an die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Papageis angepasst wurden und eine Basis für vertrauensbildende Übungen zwischen Halter und Papagei geschaffen wurde.

 

Zu diesem Zweck wird jedem Halter ein mehrseitiger Anamnesebogen zugesandt, mit dessen Hilfe die Haltungsbedingungen überprüft werden. Mit diesem Bogen werden die persönlichen Daten des Papageis, der ihm zur Verfügung stehende Raum, die Futterroutine, sein Tagesablauf und eine eventuell vorhandene Krankengeschichte erfasst. Empfehlenswert ist, dem Anamnesebogen Bilder und Videos vom Papagei und dessen Haltung beizulegen. Selbstverständlich werden alle Daten dieses Bogens vertraulich behandelt.

Zu den Papageien zählen rund 385 Vogelarten, von denen rund 80 häufig in Menschenobhut gepflegt werden, darunter auch viele Sittiche wie dieser Sonnensittich aus Südamerika.

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