Das Seminar über südamerikanische Papageien am 9. Mai 2015

Zum Auftakt der Seminar-und-Workshop-Saison 2015 kamen am 9. Mai fast 40 Halter in den Papageienpark Bochum, um sich über die Besonderheiten in der Haltung von Aras und Amazonen sowie anderer Südamerikaner zu informieren.

Zwischen den Referenten und den Teilnehmern entwickelte sich von Anfang an ein lebhafter Dialog mit vielen Fragen und Anregungen, so dass die Veranstaltung über anderthalb Stunden länger dauerte als geplant.

Diese Workshop-Atmosphäre lockt mittlerweile nicht nur viele „Stammkunden” aus der Region nach Bochum, sondern auch Papageienfans aus allen Winkeln Deutschlands. Eine Teilnehmerin war sogar eigens von Mallorca aus angereist.

Nach den Vorträgen von Dr. Friedrich Janeczek, Dr. Rainer Niemann und Hildegard Niemann konnten die Teilnehmer dann in den Großvolieren direkt auf Tuchfühlung mit den Aras und Amazonen des Parks gehen. Die temperamentvollen gefiederten Rabauken hatten sichtlich ihren Spaß an den Besuchern und ließen sich gerne mit Leckerchen füttern.

Das „Forschungs“-Seminar am 18. Juni 2015

Das zweite Seminar im Papageienpark Bochum 2015 fand am 13. Juni statt. An diesem Tag hatte sich das bewährte Referenten-Team für die Teilnehmer etwas gänzlich Neues ausgedacht: ein vierstündiges Seminar, in dem es den Interessierten einen Einblick in die aktuellen Erkenntnisse der Forschung aus den Gebieten Tiermedizin, Freilandbiologie und Kognitionsforschung gewährte. Den Teilnehmern wurde schnell klar, wie aufwendig es ist, aus der Flut an (in der Regel englischsprachigen) Publikationen und Vorträgen auf internationalen Tagungen die für die Haltung und Zucht von Papageien relevanten Feinheiten herauszufiltern und allgemein verständlich zu präsentieren. Dr. Friedrich Janeczek referierte über die Neuigkeiten und Trends in der Tiermedizin, die auf den letzten Fachtagungen der AAV und ICARE 2015 vorgestellt wurden. Dr. Rainer Niemann hatte eine Reihe von brandneuen Erkenntnissen aus der Freilandforschung im Referentengepäck, die ebenso erstaunlich waren wie die Resultate der Kognitionsforschung mit Papageien, die seit Jahren mit spektakulären Details über die Cleverness dieser Vögel aufwartet. Die von Hildegard Niemann präsentierten wissenschaftlichen Studien hatte Heike Mundt zuvor bei den Vögeln in ihrer eigenen Anlage auf den Prüfstand gestellt mit versteckter Kamera gefilmt. Fazit: Das simple Motto: „Kennst du einen, kennst du alle” trifft bei Papageien absolut nicht zu. Auch innerhalb einer Art lassen sich erstaunliche individuelle Unterschiede feststellen.

Der „Aktiv“-Workshop am 18. Juli 2015

Die dritte Veranstaltung im Papageienpark Bochum 2015 am 18. Juli war eine Premiere. Das bewährte Referententeam hatte die Teilnehmer zu einem „Aktiv“-Workshop eingeladen, auf dem nicht die Vorträge im Vordergrund standen, sondern die Präsentation „harter Fakten“ rund um das Lebensumfeld unserer Papageien in der Heimvogelhaltung. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt, die nach dem Rotationsprinzip vier praktische Kurse zu den Themen „Bestimmen von Futterpflanzen“ (von Dr. Rainer Niemann), „Anatomie von Papageien“ (von Dr. Friedrich Janeczek), „Die richtige Einrichtung von Käfigen und Volieren“ (von Heike Mundt) und „Enrichment – was darf, kann und soll ich meinem Papageien anbieten?“ (von Hildegard Niemann). Die Themen waren im Vorfeld im Rahmen einer Umfrage unter den bisherigen Teilnehmer der Workshops im Papageienpark Bochum festgelegt worden – auch in dieser Hinsicht war die Veranstaltung ein echter „Aktiv“-Workshop. Dieses Mal war Anfassen und selber Hand anlegen ausdrücklich erwünscht.

Der 11. Graupapageien-Workshop am 19. September 2015

Nach der Sommerpause folgte am 19. September der „Klassiker“ unter den Workshops im Papageienpark Bochum: der Graupapageien-Workshop, der nun schon seine elfte Auflage erhielt. Traditionell begann die Veranstaltung mit einem Vortrag von Dr. Friedrich Janeczek, der über die wichtigsten neuen Erkenntnisse über Graupapageien auf den letzten veterinärmedizinischen Kongressen berichtete. Der Zoologe Dr. Rainer Niemann zeigte den Teilnehmern, von welchen ungewöhnlichen Pflanzen sich Graupapageien im Freiland ernähren.

Für Hildegard Niemann ist Grau die intelligenteste Farbe in der Papageienhaltung. Die Teilnehmer stimmten der Referentin hier natürlich uneingeschränkt zu. Doch wie fördert man die hohe Intelligenz der Graupapageien? Nach dem Vortrag der Biologin konnte die Teilnehmer viele Anregungen mit nach Hause nehmen. Der letzte Vortrag des langen und informativen Tages von Heike Mundt zeigte sämtliche Stationen im Leben eines Graupapageis auf – vom Jungvogel bis zu Senior. Gemeinsam mit Hildegard Niemann zeigte die Chefin des Papageienparks Bochum den Haltern, dass die Ansprüche ihrer Vögel sich mit zunehmendem Alter deutlich verändern.

Das 6. Papageien-Kombipaket am 17. Oktober 2015

Der letzte Workshop des Jahres 2015 war für das beliebte Papageien-Kombipaket reserviert worden. Die Mischung aus Erste-Hilfe-Maßnahmen und praktischen Tipps im Umgang mit Papageien fand zum sechsten Mal im Papageienpark Bochum statt und erfreut sich bei den Papageienfreunden besonderer Beliebtheit. Über 30 Teilnehmer fanden sich in den Räumlichkeiten am Gersteinring an, viele von ihnen spontan, so dass die Teilnehmer dicht zusammenrücken mussten.

Hildegard Niemann übernahm den theoretischen Part des Workshops mit einem Vortrag über das Beißen bei Papageien und ging dabei insbesondere auf gestörte Tier-Mensch-Beziehungen ein. Anschließend widmete sich Dr. Rainer Niemann dem Thema „Exotisches für den Futternapf“. Der Zoologe gab den Teilnehmern eine Übersicht, wie vielfältig man seine Papageien füttern kann und verteilte zum „Selbstversuch“ einen Großteil der vorgestellten Obstsorten zum Probieren. Den praktischen Teil des Nachmittags gestalteten Dr. Friedrich Janeczek, der nützliche Erste-Hilfe-Tipps gab und die Teilnehmer den korrekten „Dreipunktegriff“ üben ließ, und Heike Mundt, die unter dem Motto „Call to action“ Situationen simulierte, in denen man als Halter von Papageien schnell und überlegt handeln muss.  Am Abend endete das Workshop-Programm und das Referententeam wünschte allen Teilnehmern eine entspannte Winterpause.

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