Das 2. Papageien-Trainings-Seminar am 8. April 2017

Zum Auftakt der Seminar-und-Workshop-Saison 2017 im Papageienpark Bochum hatte Hildegard Niemann am 8. April zum zweiten Papageien-Trainings-Seminar eingeladen. Da dieses neben einem theoretischen Teil auch eine praktische Übung beinhaltete, war die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt worden. Nach einem anspruchsvollen Exkurs durch die theoretischen Grundlagen des Papageientrainings durch die Veranstalterin stellte Andreas Zenger den von ihm gegründeten Flieger-Club vor. Seine Philosophie des Aviator-Trainings bekommt immer mehr Anhänger, die ihren Vögeln, meist sind es die großen Aras, eine ganz neue Art von Lebensqualität durch den gesicherten Freiflug bieten wollen.

Nach der Theorie folgte dann die von den Teilnehmern mit Spannung erwartete praktische Vorführung des Aviator-Trainings. Auf einem Sportplatz neben dem Papageienpark Bochum zeigten Andreas und Gundi Zenger mit Hilfe ihrer beiden Aras „Trudy“ und „Grisu“ die beachtlichen Möglichkeiten des gesicherten Freiflugs auf. Nach der Vorführung stellten sich die beiden Trainer den Fragen der Teilnehmer, die beeindruckt zum Papageienpark zurückkehrten.

Darf man überhaupt mit alten, kranken und gehandicapten Vögeln trainieren? Dieser Frage ging Dr. Friedrich Janeczek auf den Grund und erläuterte den Teilnehmern, welche Übungen für diese Papageien geeignet sind und welche nicht. Dann war Action angesagt! Hildegard Niemann ließ sechs Probanden aus dem Publikum antreten, die es sich im Garten des Papageienparks gemütlich machen durften. Die übrigen Teilnehmer wurden in sechs Gruppen aufgeteilt und in den Ablauf eines Spiels zum Thema „Ich kenne meinen Papagei“ eingeweiht. Nach der Rückkehr der Testpersonen durften diese mit ausgewählten Materialien ihre Kreativität unter Beweis stellen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht alle Gruppen in der Lage waren, trotz vorheriger Fragerunde die Absichten und Interessen in puncto Spielzeug der Testperson zu erraten und vorherzusagen. Ein humorvolles aktives Spiel, das die Hürde beim richtigen Enrichment seiner Vögel aufzeigte.

Um 17 Uhr ging dann ein lehrreicher und humorvoller Tag zu Ende. Hildegard Niemann bedankt sich beim Papageienpark Bochum für die Bereitstellung der Seminarräume, Andy und Gundi Zenger sowie ihren Aras „Grisu“ und „Trudy“ für ihre perfekte und beeindruckende Flugshow und den 30 Teilnehmern für einen turbulenten Nachmittag.

Das 3. Seminar zum Thema „Rupfen bei Papageien“ am 6. Mai 2017

Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich am 6. Mai über 30 Papageienfreunde in Bochum ein, um im Papageienpark die neuesten Informationen zum Thema „Rupfen bei Papageien und Sittichen“ er fahren. Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art nach 2009 und 2013, und der rege Zuspruch zu dem Seminar hat gezeigt, dass die leidige Gefiederzerstörung die Halter auch heute noch sehr bewegt. Neben sehr viel wissenschaftlicher Theorie zum „Feather Destructive Behaviour“ und zum Aufbau der Federn und des Gefieders im Allgemeinen gab es natürlich auch wieder viele praktische Vorführungen, bei denen die Teilnehmer in wechselnden Arbeitsgruppen zeigen konnten, wie viel Kreativität in ihnen steckt.

Im Garten des Papageienparks Bochum wurde unter kundiger Anleitung von Hildegard Niemann eine behindertengerechte Voliere eingerichtet. Viele stark gerupfte Papageien sind wenig oder gar nicht mehr flugfähig, was natürlich bei der „Innenausstattung“ berücksichtigt werden muss. Besonders schwierig ist die dauerhafte Behandlung von rupfenden Vögeln mit Salben oder Medikamenten, die vom Halter selbst durchgeführt werden muss. Hierzu gehört ein schnelles und fachkundiges Fangen und Fixieren des Vogels – eine Demonstration von Heike Mundt,  welche die Teilnehmer in Bochum sehr aufmerksam verfolgt haben. Schließlich kann es in Sachen „Rupfen“ jeden Tierbesitzer irgendwann einmal treffen, und da will man natürlich optimal vorbereitet sein.

Das Seminar zu den Themen „CITES, Zucht und Artenschutz“ am 3. Juni 2017

Am 3. Juni 2017 war im Papageienpark Bochum eine kleine Premiere. Zum ersten Mal wurde ein spezielles Seminar zu den Themen CITES, Zucht und Artenschutz angeboten. Die Zucht spielt für immer mehr Halter eine große Rolle, denn auch wenn sie selbst zunächst keine großen Ambitionen hegten, waren oder sind ihre Vögel häufig ganz anderer Meinung und nehmen den angebotenen Nistkasten gerne in Beschlag. In der vierstündigen Veranstaltung erläuterten die Referenten, wie wichtig es ist, die verschiedenen nationalen und internationalen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sowie die korrekte Kennzeichnung artgeschützter Papageien und Sittiche zu kennen.

Auch das Thema Artenschutz sollte von den Haltern von Papageien und Sittichen nicht unter den Tisch gekehrt werden, denn insbesondere die Studien im Freiland liefern eine Fülle von spannenden neuen Erkenntnissen, die auch für die Haltung in Menschenobhut wichtig sind. Der Tag war natürlich nicht nur angefüllt von Theorie. Heike Mundt vom Papageienpark Bochum zeigte den Teilnehmern, welche Probleme im Falle einer Brut auftreten können und wie man darauf richtig reagiert. Höhepunkt ihrer praktischen Vorführung waren sicherlich die Fütterung der erst einen Tag alten Nacktaugenkakadus und die Beringung eines jungen Grünwangen-Rotschwanzsittichs.

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